Dissoziation

Definition

Die Dissoziation ist eine Schutzfunktion, um körperlich und seelisch unerträgliches auf Abstand zu halten!

Schlagwörter zu Dissoziationen:

Blackout weg driften dicht machen Realitätsverlust
Erstarren aussteigen Rückzug Flucht
Schutzfunktion Gedächtnislücken Tagträumerei Verlassen der Realität

Flucht nach Innen, wenn im Außen keine Flucht mehr möglich ist.

 

Entstehungsbedingungen:

  1. traumatisches Ereignis
  2. existenzielle Krise
  3. unerträgliche Konfliktsituation

Es gibt zwei Arten von Dissoziationen, man Unterscheidet:

1. Dissoziation als Alltagsphänomen

  • z.B. beim Autofahren
  • dies nennt sich Alltagsdissoziation und ist nicht Pathologisch.

2. pathologische Dissoziation

  • Dissoziation mit Störungswert
  • Dissoziation unter Extremstress
  • 65% der Borderline Patienten haben Dissoziationen
  • immer vorübergehend
  • immer Folge von emotionaler Überforderung
  • "immer" im Hochstressbereich

Die Dissoziation wird in drei Ebenen Aufgeteilt:

1. vom Dammerzustand bis zur Bewusstlosigkeit

  • Ausblenden der Sinne
  • Veränderung der Sinneswahrnehmnung

2. von Veränderung der Realitätswahrnehmnung über Tagträumereien bis zum Ausstieg aus der Realität

  • imaginäre Erlebniswelt
  • Veränderung der Realitätswahrnehmung

Beispiele hierfür: psychosenahe Symptome, Doppelbilder, Schleier vor den Augen, Raumveränderungen, Zeitveränderungen, Glaswandgefühl, Tunnelsehen.

 

3. von Empfindungs- und Bewegungsstörungen bis zum Ausstieg aus dem Körper

  • Veränderung der Körper- und Selbstwahrnehmung
  • a) Bewegungsstörungen (dissoziativ): bedeutet Bewegungseinschränkung oder Verlust des Körpers oder bestimmter Körperteile z.B. Lähmungserscheinungen, Zittern.
  • b) Empfindungsstörungen z.B. Taubheitsgefühl, Kribbeln, lokale Schmerzen, Ganzkörperstarre.
  • c) dissoziative Krampfanfälle "Pseudoepelepsie"