Selbstverletzendes Verhalten

Definition für Selbstverletzendes Verhalten

  • selbst zugefügte körperliche Verletzung mit Gewebeschädigung.
  • dient zur kurzfristigen Spannungs- und Gefühlsregulation.
  • nicht in suizidaler Absicht
  • funktional motiviert (hat viele Funktionen)
  • sozial nicht Akzeptiert

 

Zu selbstverletzendes Verhalten gehört:

  • schlagen
  • kratzen
  • brennen
  • Haare rausreißen
  • schneiden
  • Verhinderung von Wundheilung

 

Bevorzugte Körperstellen sind:

  • Arme / Beine
  • Rücken
  • Bauch
  • Kopf
  • Genitalbereich
  • Gesicht

 

Diese bevorzugten Körperstellen sind anhängig von:

  • Situation
  • Funktion
  • Sichtbarkeit
  • Erreichbarkeit
  • Gewebestrucktur

 

Funktion von selbstverletzenden Verhalten:

  • Spannungsregulierung
  • Gefühlsregulierung
  • Beziehungsregulierung

-Dysfunktional-

  1. Euphorisierung
  2. "sich spüren" -> Antidissoziation
  3. Bestrafung (Selbstbestrafung)
  4. Hilferuf nach Zuwendung (Grundbedürfnis)
  5. "sich verunstalten" (Nähe - Distanz Regulierung)
  6. Druckabbau
  7. Nakotisierung -> Betäubung von Gefühlen mit Schmerzen
  8. Antidepressivum
  9. Antipsychotikum
  10. Selbstzerstörung
  11. Signalsetzung -> Hilferuf
  12. Agression Abfuhr (konrolliert)
  13. Beendigung eines nicht aushaltbaren positiven Zustandes

 

Häufigkeit

  • 1% der Allgemeinbevökerung
  • 5% der Psychiatiepatienten
  • 75 - 85% der Borderline Patienten

d.h. nicht jeder Borderline Patient ist Selbstverletzend!!!